Kata­stro­phen­schutz­übung – 450 Ein­satz­kräf­te üben im Boden­see­kreis

Boden­see­kreis (ots)

Zwei zeit­glei­che schwe­re Unfäl­le waren das Sze­na­rio für die Kata­stro­phen­schutz­übung GÜKEX 2022 im Boden­see­kreis, die am Sams­tag­mor­gen bis Mit­tags am 1. Okto­ber 2022 statt­fand. An die 450 Ein­satz­kräf­te von zahl­rei­chen Feu­er­weh­ren im Land­kreis und wei­te­ren Orga­ni­sa­tio­nen des Bevöl­ke­rungs­schut­zes rück­ten aus, um Hil­fe­leis­tung und die Zusam­men­ar­beit in aus­ser­ge­wöhn­li­chen Lagen zu pro­ben.

Um kurz nach 8 Uhr mor­gens erfolg­te die Alar­mie­rung der Frei­wil­li­gen Feu­er­weh­ren Lan­genar­gen und Tett­nang zu einem schwe­ren Ver­kehrs­un­fall mit einem LKW und meh­re­ren PKW, aus denen ver­letz­te Per­so­nen geret­tet wer­den muss­ten. Nach der ers­ten Erkun­dung wur­de fest­ge­stellt, dass aus dem LKW Gefahr­gut, das als Sal­pe­ter­säu­re iden­ti­fi­ziert wur­de und simu­liert durch gel­ben Rauch, aus­trat. Somit wur­de es auch not­wen­dig die Gefahr­gut­ein­hei­ten der Feu­er­weh­ren aus Über­lin­gen und Fried­richs­ha­fen hin­zu­zu­zie­hen. Auch die Feu­er­wehr Kress­bronn kam hier unter­stüt­zend zum Ein­satz. Unter Che­mi­ka­li­en­voll­schutz­an­zug pump­ten Ein­satz­kräf­te die gefähr­li­che Flüs­sig­keit aus dem LKW in ein geschütz­tes Behält­nis ab.

Ein zwei­ter Groß­ein­satz ent­wi­ckel­te sich gegen halb 10 bei Bruck­fel­den (Gemein­de Frickin­gen), wo der Übungs­an­nah­me nach ein Lini­en­bus zusam­men mit meh­re­ren PKW ver­un­fallt ist und wo es galt die gro­ße Anzahl von über 40 Per­so­nen, die teil­wei­se schwerst­ver­letzt waren, zu ret­ten. So kamen hier neben den frei­wil­li­gen Feu­er­weh­ren aus Frickin­gen, Salem, Über­lin­gen und Fried­richs­ha­fen, sowie dem Regel­ret­tungs­dienst, auch eine gro­ße Zahl Ret­tungs­mit­tel der Schnell­ein­satz­grup­pen der DRK-Orts­ver­bän­de aus dem gesam­ten west­li­chen Boden­see­kreis zum Ein­satz. Der Ein­satz der Kräf­te der Psy­cho­so­zia­len Not­fall­ver­sor­gung im Boden­see­kreis war hier eben­falls not­wen­dig. Die Her­aus­for­de­rung für die Ein­satz­kräf­te war, die­sen Mas­sen­an­fall an Ver­let­zen sowohl orga­ni­sa­to­risch, als auch sani­täts­dienst­lich schnell und zuver­läs­sig im Zusam­men­spiel abzu­ar­bei­ten.

Beglei­te­te wur­den die Ein­sät­ze vom Füh­rungs­stab des Boden­see­krei­ses, der sei­nen Stand­ort im Feu­er­wehr­haus Mark­dorf genom­men hat­te. Hier lie­fen die Fäden zusam­men, wie es auch bei einer rea­len Kata­stro­phe der Fall wäre. Im Füh­rungs­stab sind neben der Feu­er­wehr, unter ande­rem auch auch das DRK, das THW, die DLRG, die Poli­zei und das Kreis­ver­bin­dungs­kom­man­do der Bun­des­wehr ein­ge­bun­den. Im Kata­stro­phen­fall wür­de die­ser Füh­rungs­stab die Koor­di­na­ti­on der Ein­satz­kräf­te über­neh­men und in Zusam­men­ar­beit mit dem Ver­wal­tungs­stab des Land­rats­amts, Mass­nah­men umset­zen.

Die neu gegrün­de­te Droh­nen­grup­pe der Feu­er­weh­ren im Land­kreis doku­men­tier­te die Übung von oben und lie­fer­te wich­ti­ge Über­sichts­bil­der für die Ein­satz­lei­tung.

Rück­fra­gen bit­te an:

Kreis­feu­er­wehr­ver­band Boden­see­kreis e. V.
Mar­tin Schee­rer
Mobil: +49 178 5384694
E‑Mail: pressesprecher@kfv-bodenseekreis.de
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