Kol­li­si­on zwi­schen Regio­nal­bahn und Lie­fer­wa­gen for­dert ein Todes­op­fer

Am Mitt­woch­mor­gen (22. Mai 29024) um kurz nach 8 Uhr kam es am Bahn­über­gang Unter­mau­rach, zwi­schen Über­lin­gen-Nuss­dorf und Obe­ruhl­din­gen, zu einer fol­ge­schwe­ren Kol­li­si­on zwi­schen der von Über­lin­gen in Rich­tung Fried­richs­ha­fen fah­ren­den Regio­nal­bahn und einem sich auf dem unbe­schrank­ten Bahn­über­gang befind­li­chen Lie­fer­wa­gen.

Im Zuge der Kol­li­si­on wur­de der Fah­rer des Lie­fer­wa­gen töd­lich ver­letzt und aus sei­nem Fahr­zeug geschleu­dert.

Die Ein­satz­kräf­te der Feu­er­wehr fan­den den Lie­fer­wa­gen unter dem Trieb­wa­gen ein­ge­klemmt vor, da der Zug das Fahr­zeug ca. 300 Meter weit vor sich her­ge­scho­ben hat­te. Wei­te­re Per­so­nen befan­den sich nicht in dem Lie­fer­wa­gen. Die Fahr­gäs­te im Zug und das Betriebs­per­so­nal der Bahn wur­den bei dem Unfall kör­per­lich nicht ver­letzt.

Die Ein­satz­stel­le befand sich direkt unter­halb der Klos­ter­kir­che Birn­au und war nur über einen schma­len Wirt­schafts­weg zu errei­chen. Die Frei­wil­li­ge Feu­er­wehr Uhl­din­gen-Mühl­ho­fen, unter­stützt von einem Hil­fe­leis­tungs­lösch­fahr­zeug aus Meers­burg, erkun­de­te die Lage, betreu­ten die Fahr­gäs­te und stell­te den Brand­schutz sicher. 50 Fahr­gäs­te wur­den von der Feu­er­wehr über eine Ret­tungs­platt­form aus dem Zug gelei­tet und mit Mann­schafts­wa­gen zur Hal­te­stel­le Birn­au an der B31 gebracht, wo sie mit Schie­nen­er­satz­ver­kehr ihre Rei­se fort­set­zen konn­ten. Wei­ter wur­de der Bahn­be­trei­ber unter­stützt, als der Zug von dem ver­un­fall­ten LKW gefah­ren wur­de, der dann von einem Abschlepp­un­ter­neh­men gebor­gen wur­de.

Zum genau­en Unfall­her­gang hat die Poli­zei die Ermitt­lun­gen auf­ge­nom­men, die Scha­dens­hö­he ist der Feu­er­wehr unbe­kannt. Mit im Ein­satz war auch der Ret­tungs­dienst, die Schnell­ein­satz­grup­pe des DRK und ein Team der psy­cho­so­zia­len Not­fall­ver­sor­gung (PSNV).

Die Feu­er­wehr war mit 32 Ein­satz­kräf­ten und 8 Fahr­zeu­gen bis 12 Uhr vor Ort im Ein­satz. Wäh­rend der Ein­satz­maß­nah­men und danach war die Bahn­stre­cke der Boden­see­gür­tel­bahn auf unbe­stimm­te gesperrt.

Ein­ge­setz­te Kräf­te:

   - Freiwillige Feuerwehr Uhldingen-Mühlhofen
   - Freiwillige Feuerwehr Meersburg
   - Kreisbrandmeister Alexander Amann
   - Kreisfeuerwehrpressesprecher
   - DRK Regelrettungsdienst und SEG
   - PSNV-Kräfte
   - Polizei
   - Mitarbeiter Deutsche Bahn AG und Notfallmanager